Dramaturgische Gestaltung von Image- und Werbefilmen

Hier schreiben wir, überdenken und diskutieren … über die verschiedenen Möglichkeiten der:  Dramaturgische Gestaltung von Image- und Werbefilmen. Es macht durchaus einen Sinn, über die Dramaturgie von Imagefilmen und Werbefilmen nachzudenken.

Image- und Werbefilme unterliegen einer geeigneten dramaturgischen Gestaltung, die zum Erfolg bei der anvisierten Zielgruppe führt.  Bestimmte dramaturgische Elemente des Spielfilms sind auf das Genre Imagefilm & Co. anwendbar. Aber wie weit ist das möglich?

Selbstverständlich umfasst das auch alle weiteren Formate wie: Recruiting-, Produkt-, Erklär-, Dokumentarvideos. Denn nach unserer Auffassung und Erfahrung, ist jedes Film- und Videowerk dramaturgisch so zu planen, dass es die Erwartungen und Bedürfnisse der Zielgruppe erfüllt. Und jedes Unternehmensvideo transportiert außerdem Image an die Öffentlichkeit.

Dramaturgische Gestaltung von Imagefilmen

Deshalb beschäftigt sich die Dramaturgische Gestaltung von Image- und Werbefilmen mit Techniken wie:

  • Die Drei-Akte-Struktur
  • Die Reise des Helden
  • Rette die Katze (Blake Snyder)
  • Human Factor (Roland Zag)
  • Neue Dramaturgien

 

Beschäftigen wir uns zuerst mit der DREI-AKTE-STRUKTUR

Dies ist die älteste Struktur um Geschichten zu erzählen. Bereits Aristoteles nutze diese Art der Dramaturgie um seine Dramen zu schreiben. (hier gibt’s darüber was zu lesen bei Wikipedia). Gustav Freytag  schrieb vor mehr als 150 Jahren sein heute noch aktuelles Grundlagenwerk Die Technik des Dramas. Er beschreibt dabei die Methode der drei Akte.

Nun, diese Teilung in drei Akten lässt sich auch auf Konzepte und Umsetzung von Imagefilmen und Werbefilmen anwenden. Befassen wir uns also eingehender damit.

  • Akt 1 Die Exposition
  • Akt 2 Die Entwicklung
  • Akt 3 Die Auflösung

AKT 1 Die Exposition oder das Set Up  / Dramaturgie von Imagefilmen

Dieser Akt stellt vor, warum es geht. So lässt sich in diesem sehr wichtigen Akt das „Produkt“ bereits sehr gut etablieren. Aber auch die Darstellung von Problemsituationen sind möglich – oder das Problem das sich möglicherweise ohne dem „Produkt“ ergeben könnte. Das gilt selbstverständlich auch für die Einführung und Darstellung von Dienstleistungen, Personen oder/und Unternehmen.

Das Eingangsbild im ersten Akt von Imagefilmen ist der allererste Eindruck den der Zuschauer erhält. Es soll bewirken, dass er sich für die Story interessiert und so am Bildschirm bleibt. Wichtig ist dieser Punkt gerade bei der Verbreitung (Seeding) der Filme über die Sozialen Netzwerke.

Das Auslösende Moment ist der wichtigste Handlungspunkt im ersten Akt. Es wird eine Situation geschaffen, die zwangsläufig einer Lösung zustrebt. Je früher es etabliert wird, desto besser.

Bei Facebook und & Co. stehen maximal die ersten 7 Sekunden zur Verfügung um den Zuschauer an den Film zu fesseln. Also, schon im Konzept viel Augenmerk auf das Eingangsbild verwenden. Hier zeigt sich der Tonfall, die Stimmung, Typ und Bandbreite der Story. In Krimis zum Beispiel, gibt es die erste Leiche bereits innerhalb der ersten 5-10 Minuten. Bei Imagefilmen sollten wir aber an dieser Stelle nicht unbedingt einen toten Körper einführen – da gibt es sicher elegantere Methoden (siehe Abschnitt „Rette die Katze“). Und außerdem, Spielfilme haben eine Länge von 90 Minuten – Imagefilme neuerdings von rund 90 Sekunden bis zu 3 Minuten.

Bald geht es hier weiter. Besuchen Sie uns einfach wieder. Frederik Hettich

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